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Kunstköder Angeln auf Raubfisch bei Nacht

Veröffenlicht: 2016-09-19 14:21:30
Kategorien: Tackle-Tips & Tricks

Wer kennt das nicht von uns, die Sonne brennt wie zuletzt erbarmungslos vom Himmel, die Pegel fallen und das Wasser wird immer klarer. Vorbei ist es mit den schönen Tagfängen resultierend aus der Trübung des letzten Hochwassers. Was liegt also näher, als sich der Gegebenheit anzupassen und die Räuber, insbesondere die Zander, bei Einbruch der Dämmerung zu befischen?

Immer dem Brutfisch nach!

Wenn ihr dabei einen ganz simplen Trick befolgt, ist das Ganze auch überhaupt keine große Kunst. Viele Angler steuern auch bei Dunkelheit die gleichen Stellen an, denen sie tagsüber vertrauen, oder bevorzugen Spots, die auch im Dunkeln einfach zu erreichen sind. Natürlich kann auch das funktionieren, wenn man sich allerdings eine ganz simple Gegebenheit zu Nutze macht, kann man sich von vornherein einen riesen Vorteil verschaffen und nahezu sicher stellen, dass man den nächtlichen Ausflug nicht ohne Fangerfolg beendet.

Ich spreche vom Kleinfisch, der uns insbesondere in der Nacht zum Zielfisch führt. An größeren Flüssen punkten in warmen Nächten nun insbesondere flache Buhnenfelder mit, oder auch ohne Steinpackung. Sehr hilfreich ist es, wenn man Beutefische im besagten Buhnenfeld ausmachen kann. Wer also einfach mal ein, zwei Abende ohne Rute loszieht und schaut, an welchen Plätzen sich die Brut bei Nacht konzentriert aufhält, wird hier ziemlich sicher auch die Raubfische beim nächtlichen Beutezug antreffen. Im Schutze der Dunkelheit kann das auch mal 50cm flaches Wasser in unmittelbarer Ufernähe bedeuten. Die Einschläge in der Rute sind einfach legendär!

In Seen mit oder ohne Flussanbindung sammeln sich Futterfische meist nachts in flachen Buchten.
Auch das bekommen diverse Räuber spitz und mit fortschreitender Dämmerung verlagern Sie ihre Standplätze vom tagsüber tiefen, lichtgeschützteren Wasser immer weiter in Richtung Bucht und Beute. Selbst primär tagaktive Räuber wie Hecht, Barsch und Rapfen lassen sich nun unter den Bedingungen sehr gut befischen.

Kampfstarker Barsch beim Nachtangeln

Grundsätzlich lohnt es sich immer zu schauen, wo sich gerade die Kleinfische aufhalten. Egal ob beim Angeln am Tag, beim Schwimmen im Baggersee, oder beim Spaziergang mit dem Hund. In den Bereichen, wo sich die Brut tagsüber aufhält, ist sie auch meist nachts, dann im flacheren und vermeintlich geschützten Bereich, anzutreffen. Das wiederum wissen die Räuber ganz genau, da sich die Kleinfische häufig über Monate an bestimmten Abschnitten aufhalten. Interessanter Weise stehen oft auch Kleinfische unterschiedlicher Arten und verschiedener Wachstumsabschnitte beisammen. Ein Festmahl für jeden großen Raubfisch!

Wer also weiß, wo die Brut tagsüber ist und am Abend vorher nochmal checkt, wo sie sich im dunkeln ganz exakt aufhält, der ist dem Raubfisch schon gewaltig dicht auf den Fersen.

Flach und simpel fängt in der Nacht am besten

Um diese Flachwasserbereiche optimal ausfischen zu können, muss man sein Tackle natürlich anpassen. Wo es am Tage auf Wurfweite ankommt und eventuell die tiefen Bereiche einer Buhne oder Strömungskanten mit schweren Köpfen beackert werden müssen, gilt es nun so leicht und flach wie möglich zu fischen. Hier benötigen wir nun leichte Bleiköpfe von ca. 3-7g mit einem Gummifisch wie dem Noike Wobble Shad, der auch bei diesen Gewichten schon verführerisch mit seiner Aktion punkten kann. Hier ergeben sich nun zwei Möglichkeiten der Köderpräsentation.

Einmal das reine klassische Jiggen, bei dem nun natürlich die Sinne geschärft werden (müssen) und das recht simple Einleiern. Beide Varianten haben ihre Berechtigung und fangen je nach Laune der Räuber mal besser oder schlechter.

Angeln auf Zander bei Nacht

Bei den Hardbaits sieht es da ganz ähnlich aus. Die aggressiven Cranks oder Tiefläufer können wir nun getrost in der Box lassen und uns auf flachlaufende, im besten Fall Floater mit einer gleichmäßigen Aktion, konzentrieren. Der Lurefans Airfang A9 ist ein Paradebeispiel eines Zanderwobblers fürs Flachwasser. Die schlanke Form und der stabile, dezente Lauf beim langsamen Einkurbeln machen ihn zu einer absoluten Waffe. Der Köderführung sind eigentlich keine Grenzen gesetzt, allerdings erweist sich das langsame, monotone Einholen mit gelegentlichen Stops als ergiebigste Variante. An manchen Tagen kann aber auch der ein oder andere „Twitch“ den gewünschten Erfolg bringen. So oder so sollte der Köder aber auch bis zur allerletzten Kurbelumdrehung im Wasser bleiben, da die Bisse sehr oft im absoluten Nahbereich direkt vor den Füßen erfolgen. Daher empfehlen wir eine leicht geöffnete Bremse um die ersten Fluchten ohne Verluste parieren zu können.

Zanderwobbler im Fischmaul

Bei der Zusammenstellung von Rute, Rolle und Schnur würden wir allerdings zum Altbewährten raten, obwohl es sich auf dem ersten Blick anbieten würde mit leichtem Tackle ans Wasser zu ziehen. Doch gibt es oft die ein oder andere Überraschung, die unser Tackle auf die Probe stellt.

In den vergangenen Jahren waren dann neben guten Zielfischen auch mal kapitale Rapfen oder ein halbstarker Wels dabei. Gerade in Buhnenfeldern mit Kehrströmungen bauen solche Fische einen enormen Druck auf und im Flachwasser befindet sich dann doch schon mal das ein oder andere Hinderniss in Form von Steinen, Krautfeldern oder Totholz. Als Kompromiss hat sich hier eine 10-12lbs Sunline 8 Braid mit entsprechendem FC und/oder Stahl an einer MH Rute bewährt.

Hecht als häufiger Beifang bei Nacht

WICHTIG!

Bei allen Methoden im Nahbereich, egal ob flache Bucht oder Steinpackung, ist absolute Ruhe angesagt!

Insbesondere Erschütterungen von Steinen oder viel umherlaufen sind ebenso Gift für die Räuber, wie eine aufs Wasser gerichtete Taschenlampe! Daher nochmal der Tip: Abends vorher abchecken, welche Spots dank der Brut besonders Interessant sind und wie man sie auch ohne Taschenlampe sicher erreicht.

Ach ja, diese Methode funktioniert bis in den Spätherbst und teils sogar im Winter. Das A und O sind halt die Futterfische. Aber Pssst, das bleibt erstmal unter uns... ;-)

So, nun aber ab ans Wasser und holt was raus!



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